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Von Wischhafen über Friedrichskoog nach Brunsbüttel

Kein Wecker der uns weckt, kein Lärm den wir hören. Die Nacht schleicht so langsam aus dem Körper. Jetzt nur nicht bewegen oder reden. Jede Bewegung oder Wort könnte den Hund veranlassen zu winseln und dann müsste einer von uns aufstehen. Aber eigentlich wollen wir ja auch mit der Fähre um 09:00 Uhr fahren. Also steht die Frau mal auf und geht mit dem Hund die morgendliche Runde, währenddessen scheuche ich die Kinder aus den Bett und beginne das Wohnmobil abfahrtbereit zu machen. Um 08:58 Uhr machen wir uns auf dem Weg zum Fährableger, die Fähre öffnet noch mal die Schranke für uns und drei weitere PKW. Los kann es gehen. Erst mal nee Bockwurst.

Auf der anderen Seite halten wir dann an und frühstücken eine Runde. So ein Backofen an Bord ist schon Klasse. Ein wenig die Brötchen anwärmen und dann servieren. Luxus im Wohnmobil. Wir haben heute vor Richtung Friedrichskoog zu fahren um uns die Seehundaufzuchstation anzuschauen. Gegen 12:00 Uhr erreichen wir die Station. Für eine Familie kostet der Eintritt am 29. Januar 2023 (2 Erwachsene und 2 Kinder) 33,00 Euro. Hunde dürfen nicht mit rein. Also lassen wir unseren im Wohnmobil. Die Station wird gerade tüchtig umgebaut. Als erstes schauen wir einen kurzfilm über die Arbeit der Station. Ich zitiere mal die Webseite des Seehundstation:

Die Seehundstation Friedrichskoog wurde 1985 von der Gemeinde Friedrichskoog und dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein gegründet. Von 1992 bis Frühjahr 2019 wurde die Seehundstation als gemeinnützig anerkannter, eingetragener Verein betrieben. Ein Rechtsformwechsel zur gGmbH mit Mehrheitsbeteiligung des Landes Schleswig-Holstein erfolgte Anfang 2019. Weitere Gesellschafter sind die Gemeinde Friedrichskoog, der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, der Kreis Dithmarschen sowie die Schutzstation Wattenmeer.

Die Seehundstation ist eine einzigartige Einrichtung an der Schleswig-Holsteinischen Wattenmeerküste. Die Aufgabenbereiche umfassen Information, Aufzucht und Forschung rund um die heimischen Meeressäuger. Mit dieser einmaligen Kombination von erlebnisorientierter Informations- und Bildungsarbeit, tierschutzgerechter, naturnaher Aufzucht von Seehunden und Kegelrobben und anwendungsorientierten, aktuellen Forschungsinitiativen zum Artenschutz und zur Ökologie von Robben besetzt die Seehundstation seit über 35 Jahren eine wichtige Position im Naturschutz und Tourismus. Sie ist seit vielen Jahren als Nationalpark-Haus im Netzwerk der Nationalpark-Informationseinheiten anerkannt und wurde im Frühjahr 2019 zusätzlich in das Nationalpark-Partnerschaft-Programm aufgenommen. Seit Herbst 2020 ist die Seehundstation zertifiziert als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit.

Es leben einige Tiere dauerhaft in der Einrichtung. Die Heuler werden in abgelegene Becken aufgepäppelt bis zur Auswilderung. Eine tolle Arbeit die die Menschen hier leisten. Wer nähere Wissen möchte findet Informationen hier https://www.seehundstation-friedrichskoog.de/

Nach guten 90 Minuten verlassen wir um einiges schlauer die Station und machen uns auf dem Weg Richtung Brunsbüttel. Dort werden wir auf einem kleine aber feinen Stellplatz stehen, wenn er denn noch Platz hat. Informationen zu dem Platz findet man hier https://www.elbdeichcamp.de/

Auf der Suche nach Nahrung wandern wir nach dem einrichten des Mobils dem Deich an der Elbe entlang Richtung Brunsbüttel. Wir wollen bei einem Griechen essen, leider dürfen Hunde nicht rein also weitersuchen. Auf einmal stehen wir vor den Schleusen des früheren Kaiser-WilhelmKanals, jetzt Nord-Ostsee-Kanals. Der NOK hatten im Jahr 2008 noch 42.000 Schiffe passiert, im Jahr 2020 sind es nur noch 25.000 Schiffe. Derzeit wird an einer 5. Schleusenkammer gebaut um noch schneller zu schleusen. Weitere Infos findet mal hier https://de.wikipedia.org/wiki/Nord-Ostsee-Kanal

Nach der Besichtigung geht die Suche weiter. Nächste Station eine Pizza Factory (ausgebucht), ein Restaurant mit Genüssen der Nachfolgeländer Jugoslawiens (keine Kartenzahlung) und ein Restaurant am Elbdeich in der Nähe des Stellplatzes (Betriebsferien). Wir geben uns geschlagen. Die Kinder haben keine Lust mehr und wollen in das warme Mobil. Also bestellen. Lieferando spuckt ganze vier Lieferdienste für die Gegend aus wobei zwei davon einen Mindestbestellwert von siebzig Euro haben. Von den beiden anderen nehmen wir den mit der besten Bewertung und werden nicht ganz enttäuscht. Bis auf das warten auf den Lieferanten der die Adresse nicht findet ist das Essen ganz lecker. Haben schon besser bestellt. Egal. Der Sohn springt unter die Dusche und wir räumen ein wenig auf hier. Morgen ist ausschlafen angesagt und dann soll es weitergehen Richtung Wedel. Bis bald.