Die Nacht am Citty-Park war überraschend ruhig. Außer das um 06:08 Uhr der Rasenmähermann mit seinem Gefährt direkt bei uns den Seitenstreifen gepflegt hat und danach natürlich noch den Rasentrimmer benutzt hat. Danach war es wieder ruhig und wir konnten weiterschlafen. Gegen 08:30 Uhr erbarmt sich meine Frau und steht auf. Der Hund ist kurz davor den Tierschutz anzurufen. Während die Frau die Runde dreht, stehen wir auf und beginnen den Tisch zu decken. Brötchen werden im Backofen warm gemacht. Nach dem ausgiebigen Frühstück lassen wir den Hund im Wohnmobil und gehen in den Citty-Park noch ein paar Dinge erledigen. Die Tochter begehrt sofort ein Eis. Sie bekommt es noch nicht. Rabeneltern. Es wird nochmal eben getanken bevor es nach Dänemark geht wo es bekanntlich teurer sein soll….
Um 10:50 Uhr verlassen wir die Tankstelle Richtung Odense. Zügig sind wir in Dänemark und ich darf das erste mal erleben, dass es hier auch sowas wie Stau gibt. Dachte bisher das wäre eine deutsche Erfindung. Nee die Dänen können es anscheinend auch. Schlimm ist es ja immer, wenn man auf einmal wieder schneller fahren darf und man weiß gar nicht warum es einen Stau gab. Habe da immer das Gefühl dumm zu sterben.
Wir überqueren bei Kolding die erste von drei Brücken Richtung Schweden und zwar die Neue Kleine Belt Brücke “Ny Lillebæltsbro”. Die als Hängebrücke ausgeführte Ny Lillebæltsbro wurde zwischen 1965 und 1970 gebaut. Sie ist 1700 Meter lang und verfügt über eine Hauptspannweite von 600 Metern. Die lichte Höhe der Ny Lillebæltsbro beträgt 42 Meter.



In Odense angekommen, habe ich einen Parkplatz über Google Maps herusgesucht, in der Erwartung das 1. der nicht voll ist und 2. das Wohnmobil da reinpasst. Lsst euch sagen, beides ist nicht eingetreten. Wir nutzen den Parkstreifen in einer Seitenstraße in der man für 1 Stunde Parken darf. Dann begeben wir uns in den Ort. Bilder sagen mehr als Worte:




















Man kann nur erahnen anhand der Bilder wie die Stadt wirkt. Überall findet man Cafeś, Livemusik spielt an den Ecken. Marlena und ich wollen aber in das Hans-Christain Andersen Haus. Wir erhalten einen Zeitslot von 15:00 Uhr bis 15:30 Uhr um das Haus zu betreten. So steuern die Betreiber, dass nicht zuviele Menschen gleichzeitig im Haus sind. Das gesamte Haus wird per Audioquide begeleitet. Marlena und ich erhalten stylische Kopfhörer und was danach passiert kann man kaum beschreiben. Die Internetseite beschreibt es ungefähr so:
Das Hans Christian Andersen Haus ist eine erstaunliche und fesselnde Reise durch das kreative Universum des weltbekannten Autors und seine geliebten Erzählungen. Erstklassige Architektur verbindet Schönheit und Fantasie zu lebendigen Räumen, die Außen und Innen, Oben und Unten, Heute und Morgen miteinander verbinden.
Erleben Sie Hans Christian Andersen auf ganz neue Weise, indem der Dichter und seine Werke durch Klang, Licht, Raum und Inszenierung neue interpretiert werden. Die Werke wurden in Zusammenarbeit mit 12 internationalen Künstlern geschaffen. Nehmen Sie Ihre Vorstellungskraft als Kompass und treten Sie in eine märchenhaften Welt ein.



Und wirklich, besser kann man es nicht beschreiben. Ein wirklich tolles Museum, modern, offen und kreativ. Die Zeit verfliegt nur so.
Nachdem wir das Haus wieder verlassen haben und den Rest der Familie aufgesammelt haben, geht es Richtung Wohnmobil. Wir wollen noch eine Kleinigkeit einkaufen. WIr halten an einem Foetex in Odense und meine Frau und ich gehen einkaufen. Wir benötigen Google Maps um wieder rauszukommen aus dem Einkaufscenter. Das ist Riesig, aber wir finden alles was wir brauchen. Wir wollten eigentlich danach zum Schloss Egeskov das verschieben wir aber auf morgen.
Ich suche einen kleinen, feinen Campingplatz heraus, der gute Kritiken bei Park4night erhalten hat und steuere ihn an. Um 17:50 Uhr sind wir dort und ein nettes Betreiberpaar begrüßt uns. Gepflegter Rasen, ein super renoviertes Santärhaus, ein Küchenbereich, Waschmaschinen und mehr.




Die Frau macht Hackbraten im Blätterteig. Alles im Omnia. Was die Frau alles kann. Beeindruckend. Dazu eine Flasche Wein und man könnte meinen man sitzt im Restaurant… Wir genießen den Abend zu viert. Leider regnet es seit dem ankommen und hört auch nicht wieder auf. Na gut, wir wollen ja auch nur eine Nacht bleiben. Morgen geht es weiter zum Schloß, oder auch nicht und dann Richtung Kopenhagen.

