Es kommt selten vor, dass eines unserer Kinder vor uns aufsteht im Wohnmobil. Heute ist so ein Tag. Es ist 09:15 Uhr und unsere Tochter steht am Bett und meint aufstehen zu müssen. Kein schlechte Idee. Es hat die hanze Nacht durchgeregnet und es regnet immer noch. Ätzend. Wir machen uns fertig und ich gehe schon mal eben den Platz bezahlen. Nicht gerade günstig hier 69,00 Euro. Dafür aber sehr schön gepflegt und viele Dinge die man ansonsten auf den anderen Plätzen nicht findet. Habe noch nie einen Platz gehabt, bei den man einen Gasgrill zur Vefügung gestellt bekommt einschl. Gasflasche am Küchengebäude.

Wir frühstücken und dann räumen wir das Feld. Um spätestens 11:30 Uhr sollen wir den Platz verlassen. Das ist aber kein Problem. Wir Ver- und Entsorgen mal eben Wasser.

Das Wasser fließt noch langsamer als am Citty Park. Ich breche ab.
Wir fahren Richtung Schloß Egeskov in der Hoffnung wenigstens ein wenig den Park uns anzuschauen. Gestern Abend haben wir noch herausbekommen, dass wir als Familie 125,00 Euro für eine Schloßbesichtigung bezahlen sollen. Wir sind uns einig, das wir dazu nicht bereit sind. Als wir auf dem großzügig angelegten Parkplatz am Schloß ankommen regnet es immer noch. Wir entschließen uns einfach weiter zu fahren Richtung Kopenhagen. Im Nachgang stelle ich fest, dass eine reine Parkbesichtigung nicht unwesentlich günstiger gewesen ist. Die kostet nämlich für uns alle 107,00 Euro.
Also satteln wir die Hühner und fahren durch den Regen der Insel Seeland entgegen. Nach einiger Zeit entdecken wir die zweite von drei Brücken auf unserer Strecke. Sie taucht langsam aus den regnerischen Wolken hervor. Die Storebæltsbroen. Auch genannt die Großer-Belt-Brücke, oder: die Brücke über den Großen Belt. Der zwischen der Insel Sprogø und Seeland gelegene östliche Abschnitt des Bauwerks hat eine gesamte Länge von 6790 Metern. Teil dieser Konstruktion ist eine Hängebrücke, die mit ihrer Länge von 2694 Metern und einer Hauptspannweite von 1624 Metern die längste Hängebrücke in Europa.







Am Ende dre Brücke sind auf jeder Seite die Mautstellen angebracht. Mehrere Fahrspuren mit den Typischen Stationen. Ich habe im Vorfeld des Urlaubes mir die Mautbox BIZZ besorgt für die Öresundbrücke. Diese Mautbox ermöglicht es, auch einen „Rabattvertrag“ über diese Brücke abzuschließen. Also konnten wir die Expressspur nehmen und konnten in einem Rutsch durchfahren, ohne das wir uns in die Schlange der Bar oder Kartenzahler einreihen mussten.
Unser Ziel für heute ist ein Stellplatz in der Nähen von Kopenhagen ausgesucht. Er liegt bei Vallensbæk Strand – Vallensbæk Havnevej und damit absolut ruhig. Hier wollen wir zwei Nächte bleiben. Die Anmeldung ist eigentlich ganz einfach. Man geht zum Terminal am Hafenmeisterbüro, gibt alles an wie Handynummer und Emailadresse und dann erhält man nach der Bazahlung eine SMS mit dem Code für die Poller. Der lässt sich nämlich dann am Bedienfeld absenken. Platz aussuchen und fertig. Strom und Dusche/WC sind inklusive. Wobei das Duschen für unsere Kinder ein wenig Überwindung kostet.

Da wir noch vor dem ankommen ein wenig dänisches Gebäck gekauft haben bei örtlichen Super Brugsen, können wir nach dem ankommen auch sogleich Kaffee trinken.

Und auch wenn es nicht so aussieht. Auch der Tochter hat es gefallen. Vor dem Abendessen vertreten wir uns die Beine uns begutachten den Yachthafen. Ein ziemlich großes Areal mit allerlei Liegeplätzen.






Am Abend dann nur noch ein kleines Spielchen und dann ist auch schon Bettgehzeit. Diesmal bin ich der erste im Bett. Morgen wollen wir nach Kopenhagen, dort die Welt unsicher machen und die tourischtischen Klischees bedienen. Bis dann.

