Heute Nacht hat es so heftig geregnet, dass meine Frau alle Fenster schließen musste. Als wir dann zu unserer regulären Zeit aufwachen, war alles so, als ob nie was war. Einige Mobile haben den Platz schon verlassen. Nach dem Frühstück wollen wir auch los. Noch schnell die Toilette entleeren und ab geht es. Ein wenig mulmelig ist uns im Magen, nicht wegen der imposanten Brücke, sondern aufgrund der Erinnerungen von vor zwei Jahren. Da fuhren wir auch nach Malmö und mussten dann den Falck Dienst rufen und unser Wohnmobil wurde abgeschleppt aufgrund eines verstopften Kraftstofffilters. Aber erstmal die Brücke. Die Öresundbrücke ist die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr. Sie bildet zusammen mit dem Drogdentunnel und der künstlichen Insel Peberholm die mautpflichtige Öresundverbindung, welche die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit Malmö in Schweden verbindet. Die Brücke wurde am 1. Juli 2000 dem Verkehr übergeben. Die Gesamtlänge des Brückenzuges beträgt 7845 Meter.





Nachdem wir wieder mal elegant durch die Mautstelle gefahren sind, steuern wir den bereits vor zwei Jahren angefahrenen Ställplats Småbåtshamnen i Limhamn an. Direkt am Hafen gelegen in Sichtweite der Brücke ist dieser Platz ein beliebter Platz zur Besichtigung der Stadt. Das Bild am EIngang verdeutlich das nur zu gut.

Wir standen erst auf einen Platz der bereits rot markiert war und damit schon vorab reserviert. Auf diesem Platz funktioniert die komplette Abwicklung über die Booking Webseite. Wir standen dann auf Hugo 10.

Da die Fahrt von Kopenhagen nach Malmö jetzt nicht soviel Zeit in Anspruch genommen hat, packen wir Rucksack, nehmen den Hund und marschieren los Richtung Innenstadt. Entlang der Küstenlinie erkunden wir das Naherholungsgebiet Malmös. Hier findet mal alles zur Freizeitgestaltung. Bogenschießen, Schwimmbad, Frisbeegolf, Fussballplätze, Footballplatz, Hockeyplatz, Minigolf, Beachvolleyball, Golfplatz, Reitplatz und nahezu alles für alle zugänglich. Dazu öffentliche Toiletten und kleine Kioske/Buden mit Snacks und Kaffee. Hier tobt das Leben. Jogger überholen uns oder kommen uns entgegen, der Weg ist aufgeteilt zwischen Radfahrern und Fußgänger.
Google/Maps führt uns sicher und zielstrebig unserem Ziel dem Malmöhus entgegen.
Malmöhus ist eine Burganlage in der südschwedischen Stadt Malmö. Die ältesten Teile entstanden zwischen 1526 und 1530 im Renaissancestil. Im Gebäude befinden sich heute Malmös Kunstmuseum und das städtische Museum.





Die Frau und die Kinder gehen in die Ausstellung. 100 Schwedische Kronen für Erwachsene, Kinder bis 19 Jahre frei. Nicht schlecht. Ich darf mit dem Hund draußen warten. Nach über eine Stunde kommen sie wieder an das Tageslicht und wir gehen weiter in die Stadt. Erst zum Rathausplatz oder besser gesagt zum Stortorget. Der um 1540 angelegte Stortorget ist mit einer Fläche von rund 2.500 Quadratmetern der größte und zugleich auch der älteste Platz in Malmö. Ursprünglich war er einmal der größte Marktplatz in Nordeuropa.



So langsam kommt der Hunger auf und wer Kinder hat und evtl. davon auch noch weibliche kennt das: Hunger, Pipi, kalt. Also heißt es schnell Abhilfe schaffen. Wir suchen einen Bäcker und wie immer wenn man einen sucht findet man keinen. Also schnell zum Chemiker des Vertrauens, Burger King, ein paar Pommes und Kind ist vorerst glücklich. Wir kaufen noch schnell einige Lebenswichtige Dinge ein: Mückenschutz, Lakritz, Weingummi, Brot ist auch dabei und dann begeben wir uns zu einer Bushaltestelle und fahren zurück zum Platz. Wie sind ein wenig kaputt und schmeißen dann nur noch den Grill an. Rest von Jonas seinem Geburtstag weggrillen.
Am späten Abend dann noch den Sonnenuntergang auf der anderen Seite bewundern. Kopenhagen mit untergehender Sonne.



Ich denke nach diesen Tag haben wir unseren Seelenfrieden mit der Stadt gemacht. Morgen geht es weiter nach Lund.

