Als ich in der Nacht vom Regen geweckt wurde, war ich froh nicht aufstehen zu müssen. Mein fortgeschrittenes Alter veranlasste dann aber ein wenig später doch den Gang in die Nasszelle. Wie spät es da war? Keine Ahnung. um 08:00 Uhr morgens schaute ich nach links und sah meine Frau an ihrem Handy datteln. Auch da sah ich keinen Grund auzustehen. Aber als gegen 09:30 Uhr dann der Hund meinte er will raus, erbarmte ich mich und verlies das warme kuschelige Bett.
Angezogen, den Hund anleinen, aus dem Wohnmobil in die Kälte und auch in die Nässe denn, es regnet immer noch. Zum Glück verkaufen Läden solche Jacken die kein Regen durchlassen. Also trotte ich mit dem Hund über den Platz, in der Hoffnung das, wenn ich wieder zurück bin, der Tisch gedeckt ist, alle mich fröhlich in den Arm nehmen, wir éin Lobeslied anstimmen und den Tag gemeinsam begrüßen. Man ahnt es, nichts davon ist eingetroffen. Das eine Kind noch im Bett, das andere Kind hat das Bett gewechselt und die Frau im Begriff sich anzuziehen. Lahme Truppe hier, kein Krieg mit denen zu gewinnen.
Beim Frühstück planen wir den Tag. Die Kinder meinen mit Oma und Opa durch das Lakolk Einkaufszentrum zu schlendern. Dort gibt es alles was man vermeintlich braucht oder auch nicht. Vom Grillrestaurant über Spielzeug zum Eisladen mit Cafe und einen Asiaresaurant mit Buffet. Pro Person 26 Euro Kinder bis 12 kosten 16 Euro. All inclusive. Da ist der heimische Chinese auf einmal sehr billig oder einfach günstig…..
Als dir Kinder abgeholt wurden, das Wohnmobil schnell auf Vorderman gebracht wurde, haben meine Frau und ich beschlossen es den Kinder gleichzutun und sind mit dem Hund losmarschiert. Laden um Laden haben wir besichtigt aber ein Laden hat uns angetan. Wir kaufen antizyklisch Weihnachtssachen. Ein toller Laden in der Einkausmeile.
Auf der Rücktour teilen wir uns ein Eis und gehen dann gemütlich noch ein wenig über den Platz.
Am Nachmittag fahren die Kinder der Opa und ich mit dem Fahrrad in die Bunkeranlagen auf Römö. Vom Platz aus sind es keine 10m Minuten. Die Bunker sind im Wald versteckt und wittern vor sich hin. Erklärschilder findet man dort nicht. Man kann aber nachlesen im Netz was dort so während der Besatzungszeit so stand.
Römö wurde 1942 von der Wehrmacht okkupiert und für die Marine zur Frühwarnung vor Landungstruppen und für die Luftwaffe gegen Luftangriffen zu einem strategischen Funk- und Radar-Standort ausgebaut. Römö diente u.a. der Forschung und Weiterentwicklung von Radarsystemen. Entfernungsmessungen von 250-400 km waren möglich mit einer Genauigkeit von 1-2 km. Neben den Funkmessgeräten mit einer Höhe von bis zu 105 Metern (!) wurden Abwehranlagen gegen Landungstruppen (Panzer & Truppen) und Flugabwehrkanonen (Flak) mitsamt Scheinwerfern installiert.
1943 wurden die ersten von insgesamt 52 Bunkern gebaut. Die Inselbesatzung der Wehrmacht belief sich auf ca 1.400 Soldaten, wovon ca. 130 stets mit dem Ausbau der Anlagen beschäftigt waren. Im Wald von Tvismark, zwischen dem heutigen Damm und Lakolk, wurde eine Nachtjäger-Leitstellung der Luftwaffe unter der Tarnbezeichnung “Robbe” errichtet und dem kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee unterstellt. Robbe war unterteilt in Stützpunktgruppe (“Stp”) Robbe Nord und Stp Robbe Süd. Hier befanden sich die größten Radarstationen mit den ebenso groß anmutenden Namen wie “Würzburg Riese”, “Mammut” und “See-Elefant”. Die Dichte an Bunkern ist hier am höchsten.






Zurück am Platz sind wir noch schnelle einkaufen gegangen. Wir wollen am Abend grillen und so kauften wir Wurst ein und Brot und den Rest zum grillen. Ich verstehe zwar nicht was man immer so alles braucht neben Bier und Fleisch aber was verstehe ich denn vom grillen.
Am Abend lassen wir es gemütlich ausklingen genießen die kalte Luft draußen und gönnen uns zum Abschluss eine Dusche. Morgen ist Ostern, habe zwar nichts gekauft für die Kinder, suchen lasse ich sie trotzdem. Nur zum Spass.
Ach bevor ich es vergesse, ich hoffe das die folgenden Bilder ein wenig den Sternenhimmel hier erahnen lassen.





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