Heute am 19.07 wollen wir weiterfahren. Nicht weit. Wir fahren in den Ortsteil Hohenaschau und fahren dort auf den Parkplatz der Kampenwandbahn. Am Rande des Parkplatzes auf dem Grünstreifen eingeparkt stören wir keinen mit unserem etwas längeren Gefährt. Sandra packt den völlig überdimensionierten Rucksack mit Fressalien aller Art und Getränken. Wer soll das alles essen?
Wir bezahlen unsere Bergfahrt und steigen in die kleine Kabine. Unser Hund ist das alles nicht geheuer aber sie findet sich damit ab.




Oben, bei 1467 Metern Höhe angekommen empfängt uns zum einen eine etwas kühlere Luft und zum anderem ein grandioser Ausblick. Nach dem besuchen des Wellnessbereiches wandern wir drei mit der Begeleitung des Hundes dem Berg hinab. An grünen Wiesen vorbei. Es starten Paragleitflieger am Berg, Fahradfahrer fahren dem Berg hinauf. Mal mit Trittunterstützung mal ohne. Je mehr wir uns von der Bergstation entfernen, umso ruhiger wird es. Der Weg ist am Anfang asphaltiert, was zum Laufen nicht so prickelnd ist, biegt aber bald in den Wald ab. Der kleine Abschnitt täuscht allerdings, als wir wieder aus dem Wald heraus kommen erreichen wir die beiden Almen. Für eine Einkehr zu früh. Aber wir nehmen einen kleinen Snack zu uns. So wird der Rucksack schon mal leichter.














Wir wandern immer weiter dem Weg hinab bevor wir zu einem Wegweiser kommen, der als Zeitangabe für die Talstation noch 45 Minuten angibt. Meine Frau findet eine Werbetafel einer Alm, der Maisalm, und meint da könnte man doch hin. Den Hinweis des Umweges ignoriert sie. Ein Blick auf das Werbeschild gibt MIR den Hinweis, das der Weg zur Alm 35 Minuten dauert.


Nach wirklichen 35 Minuten erreichen wir die Alm. Musik hatte uns von der Alm schon von weitem begrüßt und anglockt. Wir nehmen Platz und schon steht die Bedienung bereit um unsere Bestellung aufzunehmen. Ein Radler, Eine Johanissbeerschorle und eine Zitronenlimonade. Marlena bestellt eine Familienportion Kaiserschmarrn. Ein Teller, drei Gabel. Ich noch eine Radler hinterher.



Aber auch die längste Pause muss mal zuende gehen und so machen wir uns wieder auf den Weg. Immer weiter Bergab, zeitweise sehr steil und asphaltiert.
Irgendwann erreichen wir einen Bach der in das Tal hinabfließt, nur leider kommen wir nicht dorthin. So wandern wir immer weiter und meine Frau verflucht ihre Entscheidung die Alm anlaufen zu wollen immer mehr. Als wir wieder unten angekommen sind, müssen wir noch ca. 2 Kilometer bis zur Talstation laufen. Schön in der prallen Sonne. Am Wohnmobil angekommen sind wir alle ziemlich kaputt und trinken erstmal unseren Kühlschrank leer.
Wir müssen aber noch einen Übernachtungsplatz finden. Dieses gestaltet sich schwieriger als gedacht. Wir wollen beim Freistaat Sulzemoos stehen, alles voll, an einem Freibad, alles voll. Zum Glück finden wir einen OBI um eine Gasflasche zu tauschen. Nach dem dem 3. Versuch ruft Sandra vorher an an eine Platz mit dem Namen Wohnmobil Camping Kammelaue. Wir treffen auf eine nette Betreiberin die uns genau mitteilt, wie wir auf dem Platz zu stehen haben. Alles ist sehr gepflegt. Die Stellplätze sind mit geschotterten Streifen für die Fahrzeuge vorgesehen. Abweichungen sind nicht erlaubt. Wir sind ziemlich kaputt uns ist alles egal. Es gibt Duschen, Toiletten, ein Bistro. Ich nehme mir Radler mit zum Mobil und genieße diese. Wir essen die Rest aus dem Rucksack. Ich probiere meine Mettwurst mit Basilikum, sehr lecker. Morgen soll es weiter gehen in Richtung Eifel. Zwischenstop ist auf alle Fälle Ulm. Wir wollen zum höchsten Kirchtum der Welt.

